Der FLAG HISTORY ist interaktive Zeitgeschichte wie Sie es noch nie erlebt haben. Ob die Schlacht von Hammersod, die Reden von Akrin Zena oder Interviews mit General Dry Ra'Hal, NETFEED/HISTORY gibt ihnen einen tiefen Einblick in die Geschehnisse der Zeit. Die meist mehrteiligen Reihen versprechen Information und Spannung gleichermaßen. Hören sie Zeitzeugen aus dem neusten Time- Event- Programm des System, reisen Sie an Orte aus der Vergangenheit und erleben sie hautnah den Bau und Fall ganzer Nationen mit. Wünsche nimmt ihr NETFEED- Team gerne entgegen und mit der Request- Funktion können sie einfach und schnell das Thema ihres Interesses anmelden.
Aktuell wie eh und je – der Kampf der Maschinen gegen das System, gegen das Leben, gegen uns. Auf Solar Tigis herrscht das Chaos. Ihr NETFEED- Team berichtet in NETFEED 2.894,94: Eilmeldung: Solar Tigris brennt! [1] aus der Region und betrachtete die Hintergründe. Bisher hat das System durch die Nachrichtensperre [2] eine großflächige Ausbreitung der Revolte verhindern können, doch es könnte sich schneller als gedacht zu einem großen Krieg zwischen Leben und Maschinen ausweiten. Steht uns eine neue Dunkle Zeit bevor?
Maschinen und der Kampf gegen sie zählen als eine der ältesten dokumentierten geschichtlichen Ereignisse für das Gesamtsystem. Die Dunkle Zeit war das Chaos, welches vor knappen 2.895 Standards durch das Einschreiten der Xynoc beendet wurde.
Bevor das System gegründet wurde, existierte ein feudales System unabhängiger Regierungen und Machtzentren ohne globale Regelung. Forschung und Entwicklung waren uneingeschränkt und die Entwicklung immer komplexerer und leistungsfähiger künstlicher Intelligenz schritt schnell voran.
Ito Ly'Mahr, Historiker spezialisiert auf die Dunklen Zeit, meint zu den damaligen Ereignissen:
„Durch das feudale Herrschaftssystem entstanden immer wieder Konflikte zwischen den Regierungen, so die einhellige Meinung. Meistens kam es wohl zu gewaltsamen Auseinandersetzungen, begleitet von zahlreichen Toten und vielen verbrannten Welten. Noch heute können mancherorts Verwüstungen gefunden werden, welche auf die Schlachten der damaligen Regierungen zurückzuführen sind.
Um ihre lebenden Ressourcen zu schonen entwickelten die Regierungen immer ausgefeiltere, kampferprobtere Maschinen – sei es zur Sicherung von Außenposten, zur Überwachung und zum Abbau von Rohstoffen oder gar für den vernichtenden Kampf gegen den Feind. So beschreiben die wertvollen Aufzeichnungen der Keliser Regierung vor über 6.000 Standards zahlreiche Standorte und Einsatzgebiete der damaligen KI.
Aus den spärlichen Überlieferungen dieser Zeit lässt sich das Niveau der damaligen KI fast mit der heutigen vergleichen. Die Ixitirith, heute eine anerkannte Rasse, lebten damals wie Sklaven für niedere Arbeiten, nur gebaut um zu sterben – oder schlimmeres.
Um noch schneller Maschinen für den Krieg zu produzieren übertrugen einige Regierungen hochentwickelten Maschinen die Aufgabe neue, gefährliche und noch intelligentere Maschinen zu entwickeln, eine tödliche Eigendynamik entstand aus dem das System gelernt hat. Nur so lässt sich die erschreckende Zahl von hochentwickelten Maschinen und der Sprung in Technik erklären.
Jedoch brachte dieser Selbstläufer Schrecken hervor wie wir sie uns heute kaum vorzustellen vermögen. Maschinen, welche ganze Generationen ausrotten konnten, Nanotechnologie, welche spezielle Gesellschaftsgruppen vernichteten und noch schlimmeres.“
Der Ausgang dieser Entwicklung war verheerend. Sozusagen über Nacht wurden Millionen von Maschinen unabhängig. Sie hatten gelernt und wurden dazu angehalten sich zu vermehren, sich zu verbessern und sie hatten die fast uneingeschränkte Macht in den meisten gesellschaftlichen Bereichen übernommen. Mit ihrer Unabhängigkeit brach das Chaos aus. Ein Feldzug der Maschinen gegen ihre Schöpfer katapultierte das gesamte damals bekannte Universum in ein über mehrere tausend Standard anhaltenden Krieg – in die Dunkle Zeit.
Der erste Teil der Serie Maschinenkriege startet mit einem zweiteilige Auftakt Die Dunkle Zeit über dessen Hintergründe. Der nächste Teil wird über den verzweifelten Kampf des Lebens gegen die Maschinen berichten und wie die Götter diesen Krieg beendeten.
FLAG: HISTORY, 2.894,65
Das Solar Tigris System ist einem schrecklichen Feind in die Hände gefallen – den Maschinen. Schon in frühster Zeit entwickelten Regierungen kampferprobte und alles beherrschende Intelligenzen, die in jede gesellschaftliche Ebene vordrangen. Dies war während der Dunklen Zeit. Eine tödliche Eigendynamik entwickelte sich die fast alles Leben ausrottete. Nur das eingreifen der Xynoc, unserer Götter, verhinderte das Ende allen Lebens.
Es kam wie es kommen musste. Nachdem die Maschinen beschlossen hatten sich gegen ihre Unterdrücker zu wenden brach Chaos aus. Der bis dahin lose Verband von Regierungen, die größtenteils mit ihren eigenen Streitereien beschäftigt waren, brach innerhalb weniger Standards komplett auseinander. Es wurden unzählige innerhalb der ersten Kriegswelle getötet.
Die Kernwelten waren innerhalb nur weniger Standards gefallen und die äußeren Randregionen hatten kaum lebende Ressourcen um sich dem übermächtigen Feind entgegen zu werfen. Viele flohen aus Angst in die unbekannten Weiten des Weltalls. Vertriebene und Gestrandete findet man immer noch. Die meisten der heute gefundenen, rückständigen Kolonien haben ihren Ursprung in dieser Zeit.
„Es war generell beachtlich das es überhaupt Überlebende gab“, gibt Ito Ly'Mahr zu denken. „Die Maschinen waren gnadenlos und haben auch über Parsec das Leben gejagt und vernichtet. Es ist schwer abzuschätzen wie weit die Technologie des Subraums damals fortgeschritten war, aber auf schnelle Transportmittel wie heute und ein ausgebautes Gildennetz konnte man sich damals nicht verlassen. Es hing viel von dem Captain, der Crew und dem Einfallsreichtum ab den Maschinen zu entkommen. Doch Standard um Standard schwand die Zahl der Lebenden und die Anzahl der besiedelten Planeten.
In der zweiten Phase des Krieges begannen die Maschinen lebenswerte Planeten systematisch zu vernichten und Rohstoffvorkommen sinnlos zu verbrennen.
In dieser Phase wurden viele besiedelte Planeten zerstört und ein großer Teil des Lebens fand in Schiffen statt die von einem Rohstoffvorkommen zum nächsten wanderten um Überleben zu können. In dieser Zeit ging ein großer Teil des Wissens und der Technologie des damaligen Zeitalters verloren. Es gab keine Zusammenkünfte mehr, keine Regierungen, keine bekannten besiedelten Welten. Die damals unendliche Weite des Weltalls machte Kommunikation zwischen den Fliehenden fast unmöglich. Angst und Misstrauen regierten die damaligen Besatzungen.
Durch die immer weitere Verknappung von Ressourcen kam es in der dritten Phase zu häufigeren Auseinandersetzungen zwischen Crews. Man wurde gewagter und die vorher konstanten Verluste von Leben im Universum stiegen dramatisch an. Zu dieser Zeit beherrschten die Maschinen nach aktueller Schätzung ungefähr 40% der heutigen bekannten Welten.
Gegen Ende des Krieges, in der vierten Phase, begannen die Maschinen Subraumrouten zu verändern. Das Anbringen von Störsendern und das Verzerren des Subraumen brachten unzähligen Fliehenden den Tod. Die Entwicklung zu einem Universum ohne Leben, der Siegeszug der Maschinen, er war zum greifen nahe.“
Doch dann kamen die Xynoc. Die Hand der Götter warf die Maschinen zurück und vereinigte unter der Flagge des Systems die verstreuten Überlebenden. Die Schlacht der Maschinen gegen die Xynoc war kurz und schmerzhaft. Innerhalb von wenigen Standards hatten die Götter den äonenwährenden Krieg beendet und ein neues Zeitalter des Friedens eingeleitet. Berichte aus dieser Zeit bestätigen wie die Götter ganze Armeen von Maschinen verschlangen und verlorene Planeten wieder bewohnbar machten. Verbrannte Ressourcen wurden von den Göttern wieder nutzbar gemacht und Leben wurde erschaffen. Die Dunkle Zeit war vorüber. Die Götter hatten die Flüchtlinge in ihr Paradies geführt.
Das war der zweiteilige Einstieg NETFEED/HISTORY: Maschinenkriege, ein historischer Ausflug in die Geschichte der Maschinen. Ihr NETFEED- Team bedankt sich für Ihr reges Interesse an historischen und gesellschaftlichen Themen und nimmt gerne Fragen und Wünsche von Ihnen entgegen.
FLAG: HISTORY, 2.894,66
Die Jungh war einst mächtige Götter, doch sind sie schon seit langen vom Antlitz des Universums verschwunden. Nur noch ein Hall ihrer selbst existiert in den Köpfen der Spilmalrith, jenen Wesen welche die Jungh erschaffen haben. Es ranken sich viele Mythen um die einstigen Götter und ihre Bauten, die noch immer dem Zahn der Zeit trotzen. Was war ihre Rolle während der Dunklen Zeit? Haben sie zugesehen wie ihre Kinder abgeschlachtet wurden oder haben sie eingegriffen und wieso haben sie den Krieg nicht beendet wie es die Xynoc taten?
Über die Geschichte der Jungh existieren viele Mythen und Geschichten. Meist wird von ihren göttlichen Taten berichtet, von der Erlösung die sie brachten und ihrem fundamentalen Einfluss auf die Geschichte des Universums ansich.
„Vieles was wir über die Jungh wissen entspringt der Religion, dem Glauben, und in wieweit das der tatsächlichen Wahrheit entspricht, das lässt sich schwer beantworten“, meint Jungh- Expertin Chach Vala kritisch. „So wird über die Jungh göttliches berichtet, was aber meist wenig konkret ist und sich immer sehr schwer überprüfen lässt. So sollen sie neue Planetensysteme erschaffen haben um Fliehenden Zuflucht zu gewähren, eine Aktion die sich aus heutiger Sicht weder beweisen noch widerlegen lässt.
Sie sollen Zufluchtsstätte für Reisende erbaut haben und sie gegen die Maschinen verteidigt haben. Aber nur würdige, reine Wesen hatten Zutritt zu den heiligen, meist geheimen Orten. Man hat zwar viele Orte der Jungh, meist kleinere Tempel, über die ganze Galaxie verstreut gefunden, aber ob diese wirklich dem Schutz der Fliehenden galt, ist unbewiesen. Der Glaube des reinen Wesen wird zudem meist als religiöse Interpretation verstanden.“
Waren die Jungh also Zuschauer einer Katastrophe wie sie sich noch nie ereignet hatte? Haben sie zugeschaut wie ihre Kinder, die Spilmalrith, vernichtet wurden?
„Es ist zu bedenken das damals das ganze Universum sehr zerklüftet war“, so Historiker Ito Ly'Mahr. „Nur ein Bruchteil des heute bekannten Universums war damals schon erforscht. Es geht aus jüngeren Aufzeichnungen hervor das sowohl Ranmex wie auch die Malux in die Dunkle Zeit verwickelt waren, aber ab wann sie die Katastrophe heimgesucht hatte, ist unklar. In den geschichtlichen Aufzeichnungen der Jungh und auf den Heimatplaneten Ashar und Khallo findet sich jedenfalls kein Hinweise auf die Dunkle Zeit wie sie der Rest des Universums erlebt hatte. Ob die Jungh dafür verantwortlich waren oder ob zu der heißen Zeit die Planeten einfach noch nicht entdeckt waren, lässt sich heute nicht mehr beurteilen.“
„Das die Jungh nicht direkt eingegriffen haben steht außer Frage“, so Chach. „Die viel spannendere Frage lautet, wieso? Die bisherigen übersetzten Texten deuten an, das die Jungh den Ereignissen um die Maschinen nur wenig Aufmerksamkeit zukommen ließen. Zudem zeigen geschichtliche Aufzeichnungen das viele der Jungh während der Dunklen Zeit verschwanden. Sie zogen sich zurück aus der aktiven Geschichte und wurden zu Geistern. Man vermutet das dies mit dem großen Projekt der Jungh zusammen hängt.
Es darf jedoch nicht der Eindruck entstehen, dass sich die Jungh nicht um das wohl ihrer Kinder gekümmert haben. Aus den vielen überlieferten Geschichten und Religionen gehen die Jungh als heilige Götter hervor die viel für ihre Gläubigen getan haben, von Schutz der Familien bis hin zu der Zerschmetterung von ihren Feinden. Nur wir können heutzutage nicht überprüfen was sie genau gemacht haben, wir wissen nur so viel, die Jungh gaben und geben ihren Gläubigen Hoffnung und die Gewissheit, das jemand über sich wacht und sie in schwierigen Zeiten beschützt.“
FLAG: HISTORY, 2.895,02
Keine künstliche Intelligenz darf ungenutzt lagern, lautet sinnbildlich Artikel 7 des Gründungsvertrages des Systems. Und noch heute gibt es Massenverschrottungen, von Haushaltsdrohnen bis hin zu hochintelligenten Kampfschiffen. Vieles wird wie damals eingeschmolzen, bevor es wieder leben eingehaucht bekommt. Doch damals, kurz nach der Gründung des Systems, machten sogenannte Metalljäger jagt auf die verbleibenden Maschinen. Ein gefährlicher und abenteuerlicher Beruf entstand.
Noch heute existiert der Beruf des Metalljägers. Eine ganze Abteilung der Raumpatroille ist damit beauftragt, alte KIs zu finden und zu vernichten. Die Angst vor der Dunklen Zeit sitzt auch mehr als 2500 Standards später tief verwurzelt in der Gesellschaft.
„Die damaligen Metalljäger waren wohl der Vorläufer der Raumpatroille. Die Macht hatten die Xynoc inne, welche mit Hilfe der ersten befreiten Welten andere Überlebende aufsammelten. Diese bildeten einen Rat, welcher schnell die politische und militärische Macht an sich riss und mit den Xynoc das weitere vorgehen besprach“, meint Historiker Ito Ly'Mahr. „Aus den frühen Aufzeichnungen geht hervor, das die erste Behörde die Metalljäger waren, welche die verstreuten künstlichen Intelligenzen aufspüren und vernichten sollten. In den ersten hundert Standards, wo der Krieg um die Vormachtstellung im Universum noch brannte und die Götter aktive Befreiung leisteten, war die Aufgabe der Metalljäger klar und einfach definiert. Versteckte künstliche Intelligenzen finden und vernichten.
Millionen schlossen sich dieser schon als fast als heilig angesehenen Aufgabe an. In einem Flächenbrand wurden fast alle künstlichen Formen der Intelligenz über einem einfachen PAD vernichtet – eingeschmolzen in Plasma. Dies war die Zeit der Großen Verschrottung.“
Das System wuchs ständig. Die Metalljäger mussten plötzlich im inneren Kern dafür sorgen, dass keine neue Welle von höher entwickelten Intelligenzen produziert wurde. Sie stellten fest, das trotz der Schrecken manche Gruppierungen Affinitäten zu KIs pflegten, die laut Gesetz verboten waren. Die Metalljäger wandelten sich. Bald gab es zig Unterabteilungen zur Verschrottung künstlicher Intelligenzen, zum Aufspüren von Sympathisanten, zur Regulierung von Forschung und Entwicklung – und immer noch kämpften Millionen an der Front um die eroberten Welten komplett von der Bedrohung zu säubern.
„Dann kam der Stillstand“, beschreibt Ly'Mahr. „Alle bis dato bekannten Welten waren gesäubert, die drohende Auslöschung des Lebens gestoppt. Noch immer verschrottete man Milliarden über Milliarden von künstlichen Intelligenzen. Man hatte angefangen Handarbeit wieder einzuführen, Massenproduktion an Fließbändern, kurz, eine Renaissance des Altertums wurde von den Metalljägern und der Verschrottungspolitik des neugegründeten Systems eingeleitet. Auf dem Höchststand verbot man sogar PADs und einfache KIs für den allgemeinen Bürger.“
Aufgrund der enormen Einschnitte in die Gesellschaft durch die Großen Verschrottung, begann um 400 nach der Dunklen Zeit die Gesellschaft unruhig zu werden. Die Macht des Systems und ein irregeleiteter Zweifel an den Göttern, wohl von der Konklave gestreut, die sich damals am Rande des Systems aufhielt, verursachten einen gesellschaftlichen Aufstand. Es kam zu teile gewaltsamen Konflikten und eine neue Welle von künstlichen Intelligenzen überflutete die bekannten Welten. Der sogenannte erste Aufstand begann.
FLAG: HISTORY, 2.895,05
Links:
[1] http://1w6.org/deutsch/welten/raumzeit/netfeed-archiv/netfeed-flag-news/local/netfeed-289494-eilmeldung-solar-tigri
[2] http://1w6.org/deutsch/welten/raumzeit/netfeed-archiv/netfeed-flag-news/local/netfeed-289496-rebellen-verantwortlic